Dozententätigkeit


Katja Obenaus war Mitglied der Münchner Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse (MAP)

und im Rahmen dieses psychoanalytischen Ausbildungsinstitutes als Dozentin tätig.

Sie beschäftigt sich mit den Themen der

 

Integration von Selbstkonzepten (CDB) und der

 

Weiblichkeit im Diskurs der Psychoanalyse

 

Seminarveranstaltungen von Katja Obenaus

Mütter und Töchter,  10/2000

Beziehung zwischen Therapieziel und Selbstkonzept, 11/1999

Behandlungstechnik bei Themen aus dem ödipalen Spannungsfeld der Frau unter Berücksichtigung der Psychoanalyse der Weiblichkeit, Teil 1, SS 1998

Behandlungstechnik bei Themen aus dem ödipalen Spannungsfeld der Frau unter Berücksichtigung der Psychoanalyse der Weiblichkeit, Teil 2, WS 1998/99

Ein Bild vom Selbst. Synthese divergierender Selbstkonzepte durch Imagination und zeichnerische Darstellung, 11/1997

Entwurf neuer Selbstperspektiven aus divergierenden Konzepten von uns selbst und vom anderen Geschlecht. 11/1996

 Der Widerstand der Psychoanalyse gegen die unerhörte Botschaft der Baubo. 11/1995

 

Mütter und Töchter

Wahlpflichtseminar MAP WS 2000

Die experimentellen Ergebnisse der von Norbert Bischof referierten Untersuchungen über die Beziehungsnähe und -distanz von drei- bis 5-jährigen Kindern zu Mutter und Vater (Kapitel: "Korrekturen am Ödipuskomplex ") haben überraschende Aspekte zutage gefördert. Wir wollen in diesem Seminar speziell die Mutter-Tochter-Beziehung, wie sie sich in den Untersuchungsergebnissen darstellt, überdenken und einen Interpretationsversuch wagen. (Das bedeutet eine kleine schriftliche Arbeit von jedem Seminarteilnehmer).

Dazu lesen wir Nancy Chodorow (1978, 1985) : Das Erbe der Mütter und Mens-Verhulst Janine., et al. (1996): Töchter und Mütter. Weibliche Identität, Sexualität und Individualität (Referat-Vergabe 4 Wochen vor Seminarbeginn)

Behandlungstechnische Aspekte des Seminars richten sich auf die differenzierte Anamnese der klinisch nicht auffälligen, d.h. vermutlich ungestörten Mutter-Tochter-Beziehung in- und außerhalb der traditionellen Kleinfamilie, wie sie uns heute begegnet - fokussiert auf

5-Jahres-Abschnitte (0 - 5 Jahre, 5 - 10 Jahre, 10 - 15 Jahre und 15 Jahre bis zum aktuellen Zeitpunkt) - und zwar an gesunden jungen Mädchen in der Postpubertät (16 - 18 Jahre). JedeR SeminarteilnehmerIn wird ein junges Mädchen explorieren. Die Ergebnisse werden in der Gruppe miteinander verglichen und diskutiert.

Patienten-Fallbeispiele zum Thema der differenzierten Darstellung der Entwicklung der Mutter-Tochter-Beziehung sind erwünscht. Mit der Bitte, vier Wochen vor Seminarbeginn mit der Dozentin Kontakt aufzunehmen.

Literatur:

Bischof, Norbert (1997): Im Kraftfeld der Mythen, Piper, München

Chodorow Nancy: (1985) Das Erbe der Mütter, Verlag Frauenoffensive, München

Mens-Verhulst Janneke; Schreurs Karlein; Woertman Liesbeth (Hrsg.): (1996) Töchter und Mütter. Weibliche Identität, Sexualität und Individualität, Kohlhammer, Stuttgart, Berlin, Köln

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Beziehung zwischen Therapieziel und Selbstkonzept

Arbeitsgruppe bei der öffentlichen Jahrestagung der MAP im November 1999

Frau Obenaus zeigt von Patienten gezeichnete Bilder aus ihrer Arbeit mit der Creativ-dynamischen Bildsynthese. Es handelt sich um Kurz-, tiefenpsychologische und analytische Psychotherapien sowie Bilder aus einer Studie an Patienten mit psychogener erektiler Dysfunktion (Uni Köln). Die Integrationsbilder markieren das individuelle Therapieziel. Das Besondere dieser so entstandenen Zielformulierung ist, daß die Patienten dies unbeeinflußt von der speziellen Wertorientierung des Therapeuten erledigen - besser noch: geschehen lassen.

Es konnte beobachtet werden, daß diese individuellen Therapiezielbilder zu verschiedenen Zeitpunkten entstehen und sich in zweifacher Weise auswirken: (1)am Anfang wirken sie therapiebegleitend und heilunginduzierend und (2) während des therapeutischen Prozesses sind sie Ausdruck der therapeutisch induzierten Veränderung in der Abwehrstruktur des Patienten.

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Behandlungstechnik bei Themen aus dem ödipalen Spannungsfeld der Frau unter Berücksichtigung der Psychoanalyse der Weiblichkeit, Teil 1, SS 1998

In diesem Seminar wird zum einen sowohl eine Einführung in die Debatte über die Thesen über die Weiblichkeit gegeben, wie sie Freud begonnen hatte und durch seine Befürworter und Kritiker fortgesetzt wurde als auch die sex-and-gender-Diskussion dargestellt. Grundannahmen über das Wesen der Frau und der Gesellschaft haben immer auch die Therapien von Patientinnen beeinflußt und müssen deshalb immer wieder hinterfragt werden.

Vorstellungen über die Auflösung bzw. prinzipiell der Auflösbarkeit des ödipalen Konfliktes des Mädchens/der Frau beeinflussen auch die Deutungstechnik und zeigen sich in Übertragung und Gegenübertragung. Dies wird an geeigneten Fallbeispielen betrachtet, auch an Fallvignetten von Seminarteilnehmern.

Themenkreise:

Ausgewählte theoretische Schriften zur Psychoanalyse der Geschlechterdifferenz - angefangen von Freuds Thesen über die Weiblichkeit; dann deren Revision von Karen Horney; Entdeckung des "phallischen Monismus" bis zu neueren Arbeiten über die Geschlechterdifferenz u.a. von Irene Fast und der Arbeiten von Christa Rohde-Dachser; feministische Theorien der weiblichen Entwicklung (Chodorow). Wie stellen wir uns die Bewältigung des Ödipuskomplexes des Mädchens heute vor?

Darstellung der Ergebnisse einer Untersuchung von K. Obenaus über ideologisch gefärbte Männlichkeits- und Weiblichkeitskonzepte verschiedener psychoanalytischer Autorinnen - von Freud bis Chodorow.

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Literaturliste

Behandlungstechnik bei Themen aus dem ödipalen Spannungsfeld der Frau unter Berücksichtigung der Psychoanalyse der Weiblichkeit 2. Teil, WS 1998/1999

Die Wahrnehmung des ödipalen Konfliktes der Frau und der Versuch seiner Auflösung erfordert eine hohe Sensibilität der/des Therapeutin und theoretische Kenntnis der möglichen Varianten der ödipalen Konstellation der Frau.

Fallvignetten aus der Praxis der Dozentin und aus den Praxen der Teilnehmer bilden auf dem Hintergrund der Literatur zum Thema: "Weiblichkeit im Diskurs der Psychoanalyse", die Basis für einen lebendigen kollegialen Erfahrungsaustausch. Dabei werden selbst angefertigte Zeichnungen im Sinne der CDA ("Creativ-dynamischen Analyse" nach Obenaus) in die Diagnostik und Reflexion darüber, wie sich die Problematik in der Übertragungskonstellation spiegelt, miteinbezogen.

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Literaturliste


Ein Bild vom Selbst

Synthese divergierender Selbstkonzepte durch Imagination und zeichnerische Darstellung

Arbeitsgruppe der 9. Arbeitstagung der MAP zum Thema "Kreativität und Psychoanalyse", 11/97

In dieser Arbeitsgruppe gibt es praktische Gelegenheit für die Teilnehmer, in der Imagination divergierende Selbstkonzepte ins Bild zu setzen und anschließend in einer Zeichnung zu Papier zu bringen. Die Methode der CDB - Creativ-dynamischen Bildsynthese ®wird erläutert und einige Fallbeispiele werden gezeigt. Die Imagination der eigenen Bilder geschieht in einer geführten Trance.

Prinzip dieser Selbstkonzept-Imaginationsmethode ist die imaginative Synthese aus divergierenden Selbstkonzepten. Das Bild eignet sich für diese psychische Syntheseleistung häufig besser als die verbale Bearbeitung der Inhalte. An diesem Punkt treffen sich kreative Ausdrucksmöglichkeiten der Analysanden mit dem therapeutischen Anliegen der Psychoanalyse. Die Technik selbst ist vom Katathymen Bilderleben abgeleitet und wurde mit Ansätzen der Selbstpsychologie verbunden.

Mit dieser von der Dozentin selbst entwickelten Methode lassen sich auch Konzepte von anderen Personen darstellen ( auf diese Weise bewußt machen) und - falls sie sich als stark aufgespalten erweisen - im Synthesebild integrieren. Das mit dieser Methode entwickelte Synthesebild kann einen starken Entwicklungsanreiz in die durch das Bild selbst vorgezeichnete Richtung geben.

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Entwurf neuer Selbstperspektiven aus divergierenden Konzepten von uns selbst und vom anderen Geschlecht

Arbeitsgruppe der 8. Arbeitstagung der MAP zum Thema "Männerbilder - Frauenbilder", Nov. 1996

1) Im einführenden Teil geht es um die Darstellung von Mythen im Sinne von nicht hinterfragten Grundannahmen in der Form von Frauenbildern und/oder Männerbildern, die in den Arbeiten von einigen psychoanalytischen (und zwei nichtanalytischen) Autoren auftauchen (von Freud bis Chodorow). Es ist zu vermuten, daß die Autoren trotz ihres aufklärerischen Anspruchs nicht vermeiden konnten, daß ihre persönlichen Weiblichkeits- u. Männlichkeitskonzepte mit all ihren Widersprüchen als Mythos in ihre Theorien eingeflossen sind. Beim Vergleich der Mythen der freudianischen mit denen von feministischen Weiblichkeitstheorien zeigen sich überraschende Gemeinsamkeiten aber auch bemerkenswerte Unterschiede.

2) Im zweiten Teil wird eine neue Imaginationsmethode für divergierende Selbstkonzepte (resp. Konzepte vom anderen Geschlecht) mit einigen Fallbeispielen und anschließenden praktischen Übungen vorgestellt. Diese Methode soll dabei helfen, die Widersprüche der eigenen Selbstkonzepte oder der Konzepte vom andern Geschlecht zu überbrücken - zu heilen. Die Creativ-dynamische Bildsynthese- ® bzw. Creativ-dynamische Analyse ist eine von Obenaus entwickelte vom Katathymen Bilderleben abgeleitete Imaginationstechnik, die mit Ansätzen der Selbstpsychologie verbunden wurde. Sie bietet die Möglichkeit, divergierende Selbst- und Objektkonzepte im neuentwickelten Bild zu integrieren und zukunftsweisende energiereiche neue Bilder vom Selbst und integrierte Konzepte vom Andern zu erschaffen.

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Der Widerstand der Psychoanalyse gegen die unerhörte Botschaft der Baubo

Arbeitsgruppe der 7. Arbeitstagung der MAP zum Thema "Psychoanalyse und ihre Widerstände", Nov. 1995


Ausgehend von den eleusinischen Mysterienspielen (Baubo war eine Dienerin, die der um ihre in den Hades entführte Tochter Persephone trauernden Demeter ihre entblößte Scham zeigte, worauf Demeter wieder lachen konnte) geht es in dieser Arbeitsgruppe um die Darstellung von Rhode-Dachsers Neuformulierung einer psychoanalytischen Theorie der Weiblichkeit. Dem Konzept des Penisneides wird eine selbstbewußte Wahrnehmung des eigenen Genitales und der generativen weiblichen Potenz entgegengesetzt, wobei die Aussagen Freuds über die Entwicklung und Psychologie der Frau in der Weise kritisch untersucht werden, als ob sie in Theoriesprache abgefaßte Derivate unbewußter Phantasien wären. Zum vollständigen Text unter: http://frauenweb.at/publikationen/publ_psychologie.html

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